unter die Lupe genommen
Mai 21, 2008
Dass die Schweizer ein wunderliches Volk sind und das Hustenbonbon, die Schokolade sowie das Bankgeheimnis erfunden haben, ist bekannt. Neu und überraschend ist, dass in der Schweiz Humor gesichtet wurde. Nicht zwischen zwei Berggipfeln oder am Boden des Genfer Sees, auch nicht bei grünen Männchen in Interlaken oder in Züricher Geschnetzeltem, nein ganz unspektakulär im heutigen Netzfundstück, der Lupe - dem Satire Blog. Schlagfertig opfern dessen Macher die Neutralität der Schweiz und nehmen neben Vaterland und Muttertag auch die geliebten Nachbarn, Nazis und die Rechtschreibschwäche im Allgemeinen sowie aktuelle Schweinestaaten (Burma) im Besonderen ins Visier. Nadelstiche gegen die Einsamkeit auf saftigen Wiesen bis das Kuhauge tränt und Luis Trenker sein Nachbar sich schmunzelnd die Bartspitze hinters Ohr schiebt. Das schafft Identifikation mit der Schweizer Seele und bleibt Beispiel für die in Sachen Humor noch etwas unterbelichteten Deutschen oder die Japaner. Letztere haben das Stadium gepflegter Unterhaltung bereits hinter sich gelassen und dienen seitdem als mahnendes Fanal für den Schritt zu weit auf dem schmalen Grat guter Unterhaltung. Wem das bislang verborgen blieb, sollte sich mal Gameshows aus dem Land des Lächelns ansehen und lernen, wie aus diesem Grinsen im Gesicht der Zuschauer wird. Galt Deutschland bis vor kurzem noch als Heimat der Schadenfreude, haben die Japaner uns diesen Ruf erfolgreich streitig gemacht. Gut, dass die Schweizer den Deutschen nun die Möglichkeit geben, sich das verkaufte Lächeln zurückzuholen und lachend aus dem Keller wieder ans Tageslicht herauszufinden.
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Schnipselfriedhof
April 11, 2008
Volker ist lustig. Und Volker trinkt gern Brause. Volker kommt aus Berlin und hat bereits ein Buch geschrieben „Das Paradies am Rande der Stadt“. Toller Kerl der Volker und ein echt netter noch dazu. Wers nicht glaubt, guckt auf seine Seite. Dort blogt der Volker. Schreibt lustige Sachen und macht Werbung. Für seine anderen Ideen, denn Volker hat viele davon. Zum Bespiel „Kloß und Spinne“. Zwei aus Berlin wie der Volker und der Norbert. Doch der schenkt Bier aus, keine Brause. Das ärgert Spinne, den sonst nichts ärgert. Volker ärgern Nazis und Zugverspätungen, denn Volker fährt viel Zug. Das muss er auch, weil er nämlich auch Autor ist und Geschichten schreibt. Die liest er dann den Menschen vor und die lachen, denn der Volker ist lustig. So hat es Volker richtig gut, immer unterwegs und Freunde in allen Städten, die mit ihm lachen. Manchmal ist Volker auch im Fernsehen. Erzählt dort seine Geschichten und sagt auch mal so Sachen wie „Hat alles seine zwei Seiten. Zwei doofe, wenn man Pech hat.“. Dann klatschen alle und Volker freut sich. In seinem Rucksack stecken lustige Dinge, die er auf den Reisen braucht und immer ein Buch. Nicht sein Buch, das gibt’s ja auf seiner Seite zu kaufen. Dort schreibt Volker auch jeden Tag ein wenig aus Berlin oder wo er halt grad ist, da er ja viel herum fährt. Und ganz viele Menschen antworten ihm, weil sie Volker gern haben. Wer andere zum lachen bringt, hat selbst viel zu lachen. Naja, außer bei Kloß, der nicht, doch das ist eine andere Geschichte. Volker macht auch lustige Fotos. Nicht solche wie andere im Urlaub, sondern ganz andere. Die sind bisschen doof, aber eben lustig so wie Volker, nur ist der nicht doof. Ach ja, der Volker ist ein Pfundskerl, so wie der andere vom Blog, der Andreas Krenzke. Aber den kenn ich nicht. So, Norbert eine Brause und was zum Geier sind Marilpen?
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Handtücher bereithalten
März 1, 2008
Die Reise durch die Blog Galaxie gleicht der eines Zufallsgenerator auf der Suche nach den Gesetzmäßigkeiten von Zeit und Raum. Nichts muss, alles kann. So stellen sich zahlreiche Menschen täglich die Frage: Heute schon geblogt? Oder blockst du noch immer ab, dein Innerstes medienwirksam nach außen zu hängen, auf den Wühltisch der Web 2.0 Generation zu schmeißen und zum Thema der Menge zu machen? Was treibt den Blogger vor den PC und per Breitband auf die Bildschirme von in Deutschland geschätzten 100.000 Webtagebuchschreibern? Sind wir ein Meer von Schiffbrüchigen, die die gemeinsame Insel suchen oder drängen sich Themen so unwiderstehlich auf, dass wir diese noch vor der Tageszeitung von morgen unters Volk gebracht wissen wollen? Wo sind die Stecknadeln in all den Heuhaufen und sind die BILD.blog Betreiber wirklich Deutschlands erfolgreichste Medienkritiker? Es wird spannend bleiben und ebenso überflüssig eine weitere Nabelschau hier zu begründen. Daher werde ich als der blog von nebenan meine Mitblogger beobachten, deren Tagebücher sichten und hier besprechen. Originalität ist ebenso egal wie Bekanntheitsgrad oder das Maß an Entbehrlichkeit, um beim eigenen Blog zu beginnen. Es wird eine Reise durch die Blogosphäre sein und dem Zufall überlassen bleiben, wo ich strande.
Tourismus 2.0 - welch grandioses Schlusswort.
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