Da suchen sie wieder im gefühlten 100sten Jahr der auf den Hund gekommenen Fernsehunterhaltung nach Deutschlands Superdepp mit Arsch und Stimme, breiter Brust oder zwei davon und ein bisschen verrucht, damit’s dem Dieter den Vogel raus haut und er zum Recall bläst, besser blasen lässt. Die Frischzellkur im Grand Hotel mit Susi Schmitt von der Supermarktkasse und Erkan Krause aus dem Jugendknast, für die die Bretter der (Musik)Welt nicht nur die Erfüllung von Sozialauflagen, sondern auch mindestens für 7 Staffeln Endausscheidung DSDS ein warmes Mittagessen versprechen, läuft wieder. Und ausgeschieden wird da eine Menge halbverdauerter Wahrheiten über den sozialen Niedergang des Landes und die Art, Programmgestaltung fern von Respekt und Interesse zu betreiben, aber auch von Tönen, die die Welt weder hören, geschweige denn sehen müsste, wäre nur Fremdschämen nicht so schön. Willkommen im TV-Zoo mit den bedauernswerten Hoffnungsträgern der deutschen Plattenindustrie, die notleidend sich an jeden Strohhalm klammert, auch wenn dieser weder Freunde noch einen Spiegel zu Hause zu haben scheint, denn anders lassen sich einzelne Kandidaten und deren Selbstwahrnehmung beim Casting um Deutschlands kommerziellste Stimme nicht erklären. Grand Canyon Bohlen und austauschbare Jurystaffage lassen die Löwen los und sehen den Grenzerfahrungen einzelner Zeitgeistsklaven im lauschigen Resopalambiente der DSDS-Casting-Arena zu und heben oder senken den Daumen je nach Regieanweisung aus dem Off, denn mancher Kandidat ist so peinlich, dass er der Einschaltquoten wegen unbedingt ein zweites Mal dem Volk vor die Füße geworfen werden muss. Von Volksmusik bis zum Nachsingen bereits unbekannter oder unidentifizierbarer Popfetzen reicht die stimmlich meist dünne Bandbreite der zu castenden Schlaganfallpatienten. Es sind nicht die berühmten 15 Minuten, um die hier die Opfer gelangweilter Mediennutzer buhlen, sondern der Kick, den weder GangBangs auf Homeparties noch Klebstoff aus Polen vermitteln können, und auch Mutti ist so ergriffen vom Talent ihres Nachwuchses, dem zwar die Schule keinen Spaß macht und eine Ausbildung egal ist, aber dieser Auftritt die Türen raus aus HartzIV in die Welt der Schönen, Reichen und Koksbesitzer öffnen soll, wo Mutti dann in der Popstar-Villa putzen kommen darf. Damit ist DSDS eine wichtige soziale Stütze unserer Gesellschaft und sollte regelmäßige Bußgeldzahlungen von Staatsanwältinnen, deren Töchter auch gern mal Herrn Bohlen einen blasen, äh singen wollen, zugewiesen bekommen. Wer die singenden Helden der Fußgängerzonen, Gemeinschaftsduschen im Stadtbad oder deutschen Ausnüchterungszellen sind, erfahrt ihr im:

 

DSDS Blog

 

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die magische Langeweile

Januar 12, 2009

Müde bin ich, geh zur Ruhe, mache beide Augen zu. Damit könnte eine Rezension über die zweite Staffel der „The Next Uri Geller Show“ beendet und umfänglich besprochen sein. Doch es war viel schlimmer. Hätte es nicht wenigstens einer der selbsternannten Mentalisten vorhersehen können, dass dieses Sendeformat von keinem außer den Teilnehmern und müden Rezensenten geschaut wird? Das wäre ein echter Kandidat für den nächsten Uri Geller Löffelbieger gewesen, was mir und vor allem den Betreibern des heutigen Blogfundstückchens eine Menge Lebenszeit erspart hätte. Stattdessen quälen sich und uns die Kandidaten vom Format des Hausmeisters an meiner Grundschule durch eine Reihe von Karten- und Wahrsagetricks, die zu Houdinis Zeiten schon einen Bart hatten und höchstens kleine Kinder hinters Licht geführt hätten. Unbekannte C-Promis als ähnlich müde Staffage ergänzen dieses Trauerspiel um den einzigen Menschen, der dadurch berühmt wurde, dass keiner glauben konnte, er wolle mit verbogenem Besteck die Welt beeindrucken, Uri Geller. Diese Idee war so armselig, dass man ihn in die sonst noch leeren Sendeformate in den Anfängen privater Fernsehunterhaltung einlud, wo anderenfalls Hugo Egon Balder Titten gezeigt hätte. Zum Glück waren diese lausigen Zeiten bald vorbei und Verbraucherinformationen spannender als Uri Gellers Peinlichkeiten. Leider erreichte mit der Klingeltondownloadwerbung auch das Fernsehen eine Niveautiefe, dass selbst Uri Geller eine zweite Chance bekam. Eine Stimme rettete ihn vor der alternativ von der Senderedaktion angedachten Wiedereinführung des Testbildes. Diese Stimme gehörte Stefan Gödde, der als Moderator dieser Show entweder sein soziales Jahr ableistet oder auf Bewährung ist, anders lässt sich dessen Spritzigkeit, ähnlich einer dreitägigen Urinprobe, nicht erklären. Das Konzept der Sendung ist kalkulatorisch ein Gewinn, selbst wenn kein Zuschauer so am Boden ist, um sich vor dem finalen Rettungsschuss noch diesen Alptraum anzusehen. Uri Geller machts für ein warmes Mittagessen, den engagierten Mentalisten mit HartzIV Anspruch genügt schon ein Freigetränk und die angeblichen Promis werden zahlen, um überhaupt einmal im Fernsehen zu sein und nicht alternativ ins Dschungelcamp zu müssen. Somit liegen die Einnahme über den Ausgaben, was allein Grund genug ist für Pro7 die Toten auferstehen zu lassen, wenn auch selten so grausig wie bei Uri Geller, dem Heilsbringer für die Menschen, denen das Leben wenig Geist und noch weniger Hoffnung geschenkt hat und die nun sehen, dass man mit noch weniger sogar ins Fernsehen kommt. Die angestaubten Taschenspielertricks der durch die Magierprüfung gefallenen Aushilfsillusionisten der Next Uri Geller Show kann jeder in seiner auf sein Handy downloadbaren Glaskugel oder unter folgendem Link nachlesen:

 

Next Uri Blog

 

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Konsum trotz Werbung?

Dezember 28, 2008

Wo hört Verbraucherinformation auf und beginnt Unterhaltung? Eine für Fernsehfilmunterbrechungsopfer relevante Frage, entscheidet diese doch über Klogang oder Verharren vor der Mattscheibe. Umso erstaunlicher, dass sich die Werbeschaffenden zwar jedes Jahr selbst Preise für besonders originelle Spots verleihen, beim Verbraucher aber davon nichts ankommt. Vielmehr muss der durchschnittliche Privatsendergucker ein tägliches Einheitsmaß an uninspirierter und fast schon Produkt gefährdender Langeweile ertragen. Wären die öffentlich-rechtlichen Sender nicht noch trostloser, der Trend zum Wegschalten in Werbepausen würde ähnlich dem Schauen von Serien auf DVD stark zunehmen und die Lichter in den Senderäumen von RTL & Co. gingen pünktlich zur Abschaffung der Glühbirne aus. Ausgegangen scheinen den Berufskreativen auch die Ideen für gelungene Kinowerbung. Einem Déjà-vu gleich überkommt einen das beklemmende Gefühl, dass die Matrix in einer Endlosschleife hängt, betritt man nach einem Jahr Pause einen nach Popcorn stinkenden Kinosaal und sieht sich den lieblos aneinander gestückelten Spots lokaler Autohäuser, Unterschichtengazetten, Billardsalons oder den ewig gleich schwulen rauchenden Cowboys ausgesetzt. Versicherungen buhlen ebenso um Kundschaft wie der Öffentliche Nahverkehr, der sich bei der Qualität der Werbung nicht wundern muss, wenn die Schwarzfahrten zunehmen. Vorbei sind die Zeiten von schallendem Lachen quer durch die Kinoreihen und dem Wunsch, der Hauptfilm möge nie beginnen. Auch wenn heute viele Blockbuster eher verlängerten Werbespots ähneln, gehört die 20minütige Verweildauer bis zum Beginn desselben mittlerweile auf die Agenda sämtlicher Menschenrechtsorganisationen, denn Folter beginnt fließend. Herz- und Hirnlos präsentieren sich die Vordenker späterer Verbrauchergewohnheiten und verlassen sich auf die ebenso leergefegten Dachstübchen ihrer Konkurrenten. Humor ist, wenn man dennoch lacht, in Deutschland jedoch nur noch über Clips benachbarter Länder, die erkannt haben, dass man mit einem Lächeln im Gesicht weder auf die Stellen nach dem Komma noch besonders auf das Kleingedruckte beim Kauf lustig präsentierten Unrats achtet. So lassen sich Kühlschränke an Eskimos und Neger an das Amerikanische Volk verkaufen, aber eben auch Damenbinden, Mundduschen und Tierfutter. Wer sich nun wundert, dass trotz des hier beschriebenen Werbetrübsals die Geschäfte an den Adventsfeiertagen besonders voll sind, dem sei gesagt, dass nicht „trotz“, sondern „deswegen“ die Vokal der Wahl ist, denn selbst der geduldigste Konsument ergreift angesichts der geballten Flut an trögen Werbebotschaften kurz vor dem Weihnachtsfest irgendwann die Flucht. Das wäre vermeidbar gewesen, hätten diese TV-Opfer stattdessen auf den nachfolgenden Blog geblickt, um zu sehen, wo Verbraucherinformationen aufhören und Unterhaltung beginnt.

 

Werbe Blog

 

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Newsflash

Dezember 15, 2008

Was ist noch unspannender als eine Talksendung mit Anne Will? Zwei Talksendungen mit ihr? Nein, die Zeitung von gestern. Wollen Sie Zeit sparen, lesen Sie die Wochenendausgabe einer Tageszeitung oder am besten eine Monatszeitschrift, denn 80% der Nachrichten von gestern sind heute schon überholt. Wer soll das alles noch aufnehmen und verarbeiten? Doch diese inflationäre Flut an News gleicht einem Tsunami, der alles verschlingt, was es an gefiltertem Verstand und gut recherchiertem Inhalt noch gibt. Eine zigfache Verwertung schnöder dpa-Meldungen in allen Medienformaten kostet den Interessierten nicht nur Nerven und Überblick, sondern vor allem Lebenszeit. Bedenkt man die Möglichkeiten zusätzlicher Informationen durch ausländische Gazetten, steigen Nachrichtendichte und Zeitverschwendung expotentiell an, ohne dass die Tiefe der Information entsprechend zunehmen würde. Redundanz als Mittel zum Zweck der Kundenbindung und Breitbandbeballerung mit auch noch so nebensächlichen Tagesberichten aus der Welt von Überfluss und Überflüssigem. Der Tagesbedarf an Neuigkeiten ist bereits mit dem Angehen des Radioweckers gedeckt. Dass sich einem neben der buchdicken Tageszeitung auch noch gigabyte große Newsticker auf diversen Internetplattformen und onlinegestellten Zeitungen aufdrängen, lässt sich mit einer durchschnittlichen Verweildauer von 2 Minuten pro Interesse weckendem Artikel und einer durchschnittlichen Arbeitszeit von 8 Stunden täglich nicht mehr vereinbaren. Die Forderung der Arbeitgeberseite zur lohneutralen Ausdehnung der Arbeitszeit ist unter diesem Gesichtspunkt nur zu verständlich. Doch eine Problembombe tickt bereits, hat sich doch der Trend zum Bildschirmlesen zu den über 20jährigen noch nicht herumgesprochen, zumal verantwortungsbewusste Optiker hiervon auch dringend abraten. So wird munter jeder Unterhaltung versprechende Nachrichtenschnipsel ausgedruckt, was den Papierbedarf in durchschnittlichen Büros um ein Vielfaches anschwellen lässt. Das dürfte all die Hersteller von Papier und Tonerkartuschen freuen, wird aber die Umweltverbände auf die Barrikaden treiben, sofern die nicht gerade zum Kopierraum unterwegs sind, um sich all die hierzu erschienenen Artikel auszudrucken und flugblattartig zu vervielfältigen. Wer die Zeitung von gestern jedoch nur zum Fisch einwickeln oder als Unterlage in seinem Vogelkäfig verwendet, kann sich entgangene Randbemerkungen zu den vielfach minder interessanten Neuigkeiten der Welt auf Nobby’s News Blog ausdrucken und durchlesen.

News Blog

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Viel anderes bleibt diesem Format im neunten Aufguss auch nicht übrig, denn dass irgendjemand seinerseits und freiwillig diesen Fernsehzoo beobachtet, ist vermutlich sogar im Zeitalter des Unterschichtenfernsehens auszuschließen. Müde erinnern sich die Älteren unter uns noch an die Staffel 1, als Zladko, Jürgen und Sabrina die Nation aufmischten und ihre 15 Minuten Ruhm bekamen. Doch spätestens als Zladdi und Sabrina für eine erotische Homestory gewonnen werden sollten (Stichwort: Porno), war klar, Karriere sieht anders aus. 10 Jahre später, und um vieles leiser marschieren von der Nation unbemerkt 6 Kandidaten in den medialen Knast, mit wenig Aussicht auf den deutschen Fernsehpreis und eine Einladung zu Kerner & Co. Denn selbst für diese notorisch mit spannenden Talkgästen unterversorgten Allesverwerter dürften die Big Brüder und Schwestern zu blass und unbekannt sein und bleiben. Ähnlich wie der ausstrahlende Sender RTLII, der auf den meisten Fernbedienungen noch hinter HOT, ARTE und dem Testbild eingespeichert sein dürfte. Doch was motiviert junge Leute, sich fernab von SBahn-Schlägereien, Youporn-Gucken und Hartz IV-Antrag-Ausfüllen für dieses Exhibitionisten-Camp zu melden? Die Chance, für die Quote einen geblasen zu bekommen? Nein, das ist ein alter Hut. Sozialauflagen der Jugendgerichte? Auch eher unwahrscheinlich. Vielmehr glaube ich angesichts steigender Energiekosten, dass die Möglichkeit über den Winter zu kommen, verzweifelte Menschen alles tun lässt. Ehre hin und Selbstwertgefühl her, ein bisschen Spiel, Spaß und Spannung unter kameragesteuerter Beobachtung und in geheizten Räumen ist besser als Schnee von den Gehwegen fegen oder das Kontrollieren von Bahntickets für die Öffentlichen Verkehrsbetriebe. Nicht zu unterschätzen ist auch der Nutzen dieser Sendung für die heranwachsende Generation, der Eltern mahnend sagen können: „Wenn du nix lernst, landest du bei Big Brother.“. Das sollte den Übertritt von der Grundschule aufs Gymnasium in der 4. Jahrgangsstufe garantieren. Deshalb wird es auch langsam Zeit, dass die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten auf das Container-Fernsehen aufmerksam werden und es in ihr Angebot aufnehmen. EinGEZogenes Geld genug dürfte da sein und auch ausreichend wenige Zuschauer, die sich über diesen Werteverfall wundern oder gar aufregen würden. Vielleicht kann die ARD sämtliche alleinstehenden Bauern in eine Scheune sperren und das ZDF steuert Dschungelcamp gestählte weibliche F-Promis bei, gern aus früheren BB-Staffeln, auf dass am Ende der zweijährigen Übertragung die Super-Nanni den öffentlich-rechtlich gezeugten, geboren und aufgezogenen Nachwuchs betreuen kann. Das nennt man Crossmarketing und spart Kosten für weitere Formate, wie „Pimp up my Rollstuhl“, „Unser schönes Altenheim“ oder „Das perfekte Essen auf Rädern“.

 

BigBrother Blog

 

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2. Chance im Second Life

Oktober 31, 2008

Der Traum vom Fliegen ist wahr geworden, die Schwerkraft ist überwunden und vogelgleich kommt man dem Himmel so nah. Nein, keine Nahtoderfahrung, sondern virtuelle Realität in der größten 3D Chatwelt „Second Life“, die es ungefähr seit 2002 gibt und 2007 ihren ersten großen Boom erlebte, einer Zeit, als sich täglich Avatare von der Bewohnerzahl deutscher Kreisstädte anmeldeten. Auch wenn der Run auf eine zweite Identität mittlerweile nachgelassen hat, wächst und gedeiht diese einst als Hort für Pädophile und Zocker geschmähte Plattform, erfreut sich kreativer Einwohner und Reisender, die es im echten Leben kaum vor die Tür schaffen, weil sich Alltag und Urlaub ausschließen. Wer nun Kinderpornografie oder Pokerstuben sucht, muss sich entweder einen russischen Provider suchen, das Frankfurter Bahnhofsviertel durchstreifen oder seine Stütze in rauchigen Hinterzimmern übel beleumundeter Kneipen durchbringen. SL ist erwachsen geworden und bietet neben exquisitem Escort Service auch jede andere Form von Infotainment in 16 Mio Farben und 3D. Kaum eine Firma, die nicht den Ausflug in das dreidimensionale Internet der Zukunft wagte oder noch immer wagt. Zusätzlich zu Millionen von Privatpersonen, die sich ihren Traum einer eigenen Existenz, Selbständigkeit, Kreativität oder schlichter Unterhaltung über alle Ländergrenzen hinweg verwirklichen. Ob man seinen eigenen Nachtclub, eine Galerie, eine Formel 1 Rennstrecke oder eine Ferieninsel mit Appartementvermietung kreiert oder nur als staatenloser Vagabund seine Freizeit auf unzähligen sog. SIMs (Inseln) verbringt, ist egal. Es sind Fantasie, Kreativität und Originalität keine Grenzen gesetzt. Wer sich zusätzlich ein wenig in Programmierung, Scripting oder Grafikdesign auskennt, kann sogar gute Geschäfte in Second Life machen, die sich Dank eines realen Umtauschkurses auch in echter Währung ausdrücken lassen. War einst die eigene Webpage Statussymbol, ist heute das eigene Grundstück in einer Welt, die nicht nur Länge und Breite, sondern neben einer Tiefe auch Jahreszeiten, Wetter und Sonnenuntergänge kennt, state of the art.

Wen wundert es da, wenn sich Berichte aus dieser Welt wie Abenteuerreisen, Paradiesbeschreibungen oder schlichte Wirtschaftsnews lesen. Mehr davon unter der heutigen, noch zweidimensionalen Blogempfehlung, auf der sich diverse Links in das, vielleicht bald Dein zweites Leben finden lassen.

 

SL Blog

 

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Auf Achse

September 16, 2008

Liebe Bloggemeinde, spannende Reisen durch das world wide web liegen hinter mir, mit ihnen 78 Tagebucheinträge zu lustigen, kuriosen, ernsten und informativen Blogs. Ich brauche eine kreative Pause und schnüre für 2 Wochen meinen Rucksack, greife zum Wanderstab und dimme hier das Licht. Was macht ein Blog-Reisetagebuchschreiber im Urlaub? Er wandert von Block(hütte) zu Block(hütte) und schweigt. Doch der Leser honoriert kein Ruhen und deshalb verspreche ich nicht nur weitere satirische Tagebucheinträge auf meinen Reisen durchs Netz, sondern biete hier noch einmal die Möglichkeit, einige wenige nette Fundstücke der Blogosphäre ein zweites Mal zu besuchen. Wem das nicht genügt, kann sich auf meinem Blogroll die Zeit vertreiben und für Traffic sorgen.

Kopf zu und Augen auf für folgende Blogs:

Sex- und Erotik Blog

Schnipselfriedhof

Beetlebum’s Toon Blog

Hausmeister Blog

Blog TV

Grenzerfahrungs Blog

Kunst Blog

Kuriositäten Blog

Bahn Blog

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Blickpunkt Spot!

September 4, 2008

München, die Kulturhauptstadt der Herzen, hat eine neue Plattform für Sprachwitz und Folklore rund um das gesprochene Wort. Humor liegt in der Luft und wird geräuschvoll vom Kantinenwirt der Versorgungsanstalt Lachhungriger abgelassen. Dr. Georg Eggers, seines Zeichens poetischer Ingenieur lässt alias Grög! nicht nur schwule Hirsche über die Bretter der Kleinkunstbühnen springen, sondern weist dem Humorsuchenden den Weg durch die vom Nachtleben gezeichneten Instanzen gehobener Fröhlichkeit. Ein Poet, dem dieses ungereimt vorkommt, bloggt doch der dichtende Leuchtturm aus dem Westend in Prosa statt D Moll. Da werden neben eschatologischen Endzeiterlebnissen in deutschen Einbauküchen, wohl schmeckende Theaterkritiken serviert, gewürzt durch Programmtipps der gut bürgerlichen Comedyküche. Als Vorspeise gibt es Wortsalat und Wahrheiten, die im Weine gelegen haben müssen. Wer das Wagnis gepflegter Unterhaltung in München eingehen möchte, sei gut beraten, sich dem dichtenden Mikrofonständerschreck in all seiner lautmalerischen Urgewalt anzuvertrauen und die empfohlenen Kulturbaracken voller Dichterfürsten und deren Hofstaat aufzusuchen. Hört man den Vortragenden ohne Publikum? Diese kleine Abwandlung eines alten ZEN Rätsels zeigt die Abhängigkeit zwischen Kultur und gutem Bier, ohne letzteres mancher Kleindarsteller nie groß geworden wäre. Drum lasst euch nachschenken und konsumiert um der Kunst willen, denn auch Künstler müssen Miete zahlen, wenn sie schon nichts zu essen haben. Die kalte Jahreszeit steht vor der Tür, mit ihr die leergefegten Fußgängerzonen voller bislang unentdeckter Talente. Diese gilt es aufzuspüren und in Orten, wie dem Vereinsheim, Substanz, im Lustspielhaus und den Kammerspielen auf die Bühne zu klatschen. Und selbst wenn der Applaus das Brot des Künstlers ist, wird sich mancher dieser kreativen Gilde gern nach erfolgter Entäußerung auf eine Wurstsemmel und ne Halbe einladen lassen. Dort an der Theke wartet dann zumeist Grög! und drückt manchem von euch noch die Flyer in die Hand, die in seinem Blog keinen Platz mehr hatten. Doch nun Vorhang auf, Licht aus und heißt ihn willkommen, den

 

Grög!-Blög

 

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Kleiner Hai Dim Dim

Juli 11, 2008

Mit kleinen Geschenken fängt man Mädchen, mit kleinen Mädchen jedoch Haie. Dass aber auch der Hai mal klein angefangen hat, lehrt uns derzeit ein Kinderlied, das die Charts stürmt und auf eine Art schwachsinnig ist, dass die Nation Kopf steht. Die 18-jährige Alemuel hat in einem privaten After Party Video nach durchzechter Silvesternacht fern ab von Zivilisation und gutem Geschmack die Zeichen der Zeit erkannt und das Medium Internet für ihre Warhol’schen 15 Minuten genutzt. Launige Zeilen zu einer nervtötenden Melodie in eine wackelige Kamera gelallt und der Sommerhit 2008 war im Kasten und nach nochmals 5 Minuten bei youtube hochgeladen. Geschätzte 12 Milliarden Uploads später war das Video bei 2,5 Millionen Klingeltonnutzern bekannt und youtube um dutzende Werbekunden von Iglo bis Greenpeace reicher. All das nur um einem Testosteron geschwängerten Jungmann zu beweisen, wer bei den heutigen Partykids die Eier in der Hose hat. Der Punkt ging klar an Alemuel, die sich seitdem kaum noch im Fischrestaurant ihres Vertrauens blicken lassen kann, ohne für die Überfischung der Meere verantwortlich gemacht zu werden oder Autogramme zu geben. Kurz nachdem der erste Hype vorüber war, kam auch die Musikmafia drauf, dass bei youtube nicht nur geistiges Eigentum verramscht wird, sondern neue Einnahmequellen schlummern, und EMI bot Alemuel einen Plattenvertrag, einen Auftritt bei THE DOME und eine gratis Homepage an. Auf dieser blogt das Mädchen, das dem Hai davon geschwommen ist und eine Nation zum rhythmischen Klatschen in die Hände veranlasst hatte. Zusätzlich finden sich Video, Kurzvita und anderer Kram, den keiner braucht, wenn er den Spot als Bildschirmschoner auf dem Handy hat. Wem das allerdings alles zu blöd ist, kann sich ja bei Anne Will als Talkgast ins Studio setzen oder in seinem CD Regal nach dem Sommerhit 2006, Schni Schna Schnappi suchen, an dem wenigstens nur 6jährige erkrankt sind.

Hai Blog

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Sind Sie männlich um die 40 und denken gelegentlich über Ihren Tod nach? Über das bisschen Elend, das Sie zum Schluss Ihres Dasein waren und die Erkenntnis, der Welt nichts zu hinterlassen als einen leeren Bürostuhl, der morgen wieder besetzt wird mit einem Mann, der noch 10 Jahre Zeit hat, über seinen Tod nachzudenken? Dann hoffe ich, liegt in Ihren schlaflosen Nächten eine Frau neben Ihnen, die es versteht, Sie auf andere Gedanken zu bringen….Anleitung hierzu gibt’s auf der heutigen Sammelseite für sinnfreie Unterhaltung und für Singles die 50 besten Namen von Pornofilmen, auch das soll vom Nachdenken über den Tod ablenken. Die Aufmerksamkeitsspanne, sich über die wesentlichen Dinge seines eigenen Lebens Gedanken zu machen, nimmt proportional zur Zunahme der bei youtube eingestellten Clips ab, wenn man schon keine Freunde hat, dank deren Emailverteilerlisten man täglich mit Nonsens bespamt wird. Die aufwachsenden Kinder auf Super 8 zu bannen war gestern, heute lädt man sich die Filme von Nachbarskindern hoch oder bestellt sich am Wochenende ein Mietkind, um günstiger ins Kino zu kommen, so man das Haus überhaupt noch verlässt. Fernreisen, um die Welt zu erleben? Wie sinnlos ist das, wenn zwei Clicks genügen, sich die Welt ins Wohnzimmer und vor die Pizzaschachtel zu holen. Waren Sie zB. schon mal in Japan? Japan ist eine Insel und wie es Inseln so an sich haben, damit ein wenig weiter vom Festland weg als andere Bevölkerungsgruppen, wie zum Beispiel die Österreicher. Aber während die dort Familienwerte hochhalten, wird in Japan Trash gesellschaftsfähig. Ein Beispiel hierfür findet sich hinter dem geposteten Bildstream, der mich davon abhält, über den eigenen Tod nachzudenken.

Sinnfreier Blog

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