Auf Achse

September 16, 2008

Liebe Bloggemeinde, spannende Reisen durch das world wide web liegen hinter mir, mit ihnen 78 Tagebucheinträge zu lustigen, kuriosen, ernsten und informativen Blogs. Ich brauche eine kreative Pause und schnüre für 2 Wochen meinen Rucksack, greife zum Wanderstab und dimme hier das Licht. Was macht ein Blog-Reisetagebuchschreiber im Urlaub? Er wandert von Block(hütte) zu Block(hütte) und schweigt. Doch der Leser honoriert kein Ruhen und deshalb verspreche ich nicht nur weitere satirische Tagebucheinträge auf meinen Reisen durchs Netz, sondern biete hier noch einmal die Möglichkeit, einige wenige nette Fundstücke der Blogosphäre ein zweites Mal zu besuchen. Wem das nicht genügt, kann sich auf meinem Blogroll die Zeit vertreiben und für Traffic sorgen.

Kopf zu und Augen auf für folgende Blogs:

Sex- und Erotik Blog

Schnipselfriedhof

Beetlebum’s Toon Blog

Hausmeister Blog

Blog TV

Grenzerfahrungs Blog

Kunst Blog

Kuriositäten Blog

Bahn Blog

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the Marathon man

September 13, 2008

Sie sind männlich, über 40, vom Leben frustriert, von der Familie gelangweilt? Dann sind Sie reif für Funktionskleidung in den Farben der Saison, das heißt knallgrün, grellgelb und augenkrebsverursachend pink. Laufschuhe gibt’s bei Reebok oder Adidas und isotonische Getränke vom Fitnesscoach Ihres Vertrauens. EPO ist out, heute nimmt man Nutritec Creatin Plus, das heizt nicht nur die Muskeln auf, sondern hebt auch die Stimmung im Schritt, etwas was mit 45 auch nicht mehr selbstverständlich ist. Die nächsten Karriereziele heißen Marathon und Porsche Boxter, auch wenn Ihr Orthopäde abrät.
Marathon, die Königsdisziplin für Lebensmüde auf Raten, die einzige legale Sterbehilfe, die nur eine Steigerung kennt, den Iron Man Triathlon. Da quälen sich graumelierte Familienväter mit Karriereknick und Bauchansatz dem zweiten Frühling entgegen und hoffen, dass eine der zahlreich winkenden Studentinnen am Streckenrand im Ziel mit Handtuch, Wasserflasche und Defibrillator Wiederbelebung leistet. Doch die Strecke ist weit, zu weit für manchen, dem der tägliche Bürostress als Training für die 42 km Asphalt durch die Hauptstädte dieser Welt ausreichend erschien. Doch auch wenn der Überdruss des täglichen Einerleis unmenschlich ist, Marathon ist schlimmer und eine Art, sich selbst zu strafen, die man seinem ärgsten Feind nicht wünscht. Entsprechend wichtig ist die Vorbereitung, und die beginnt nicht nur im Kopf, sondern auch im Internet, wie zB. auf dem heute empfohlenen Jogging Blog. Der neudeutschen Variante früherer Waldläufe gewinnt man nur dann Vergnügen ab, wenn man entweder masochistisch veranlagt ist, oder sich ausreichend Zeit für eine Annäherung nimmt. Startschuss Ernährung. Der bloggende Laufschuh auf der Linkempfehlung hier hält daher eine feine Auswahl energetisch einwandfreier Fitnessspeisen vor, deren Zubereitung bereits als zärtliches Vorspiel für eine Viertelstunde Powerwalking zählt. Über diese Geschwindigkeit sollten Sie am Anfang nicht hinaus laufen, andernfalls verabschieden sich in rascher Reihenfolge, Herz, Leber, Niere, Hirn. Dann können Sie gleich bei Frau und Kindern bleiben und Ihrem Chef einen blasen. Langsames Steigern heißt ein Erfolgsgeheimnis, das andere Kontinuität. 2 bis 3 Mal die Woche 30 min im aufrechten Gang, das erhöht die Zahl der roten Blutkörperchen, stärkt das Ego und verlängert Ihr Leben, wenn Sie glauben, das lohne sich.
Für die, deren Wochenrhythmus schon von Kiefernduft und Hundehaufen in städtischen Parkanlagen geprägt ist, kann die heutige Blogempfehlung eine hübsche Anzahl an weltweiten Marathonstrecken und einige Tricks und Tipps um des Deutschen zweitliebstes Hobby anbieten.

Jogging Blog

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Apocalypse now!

September 10, 2008

Schwarzseher haben Konjunktur und das nicht nur bei der GEZ. Untergangsphantasten und Glaskugelpropheten sehen sich bestätigt, Mütter werfen ihre Kinder aus dem Fenster und Sekretärinnen sich an den Hals des Chefs, denn morgen kann die Welt Geschichte sein. Die Schweizer gaben ihre Neutralität auf und drehen am Rad der Zeit. Eine Nobelpreis gierige Clique von auf der Schule noch gehänselten Mathematikclubmitgliedern wollen den BigBang, den sogenannten Urknall im weltweit größten Teilchenbeschleuniger in CERN nachstellen. Was nach einem hübschen physikalischen Hobby klingt, könnte das Ende der uns bekannten Zivilisation sein, denkt man das gesuchte Ergebnis weiter. Was folgte nach aktuellem Wissensstand auf den Urknall? Das Große Ganze, schlicht das Weltall in seiner Unendlichkeit und Ewigkeit. Prima, noch eines also und wo bleibt das Alte? Das wird beiseite geschoben, in Pension geschickt, Pflegestufe III. Eine maschinelle Verlängerung unwerten Lebens ist nicht erwünscht, denn das neue All braucht Platz. Platz, den das uns bekannte Universum vor angeblich 14 Milliarden Jahren selbst beanspruchte, als es sich aus einem Massepunkt explosionsartig entwickelte, vermutlich als Ergebnis eines physikalischen Experimentes in dem damals weltweit größten Teilchenbeschleuniger…

Eine Alternative allerdings bleibt. Bestätigt sich die Theorie des Urknalls nicht, könnte es beim Zusammentreffen der auf einander gehetzten Elementarteilchen zu einer gegenseitigen Auslöschung und einem dadurch entstehenden schwarzen Loch kommen. Wer jetzt erleichtert aufatmet, ist ein Optimist und sollte die ihm verbleibenden 2 bis 3 Wochen nutzen, jedem noch mal zu zeigen, dass man nicht immer nur nett sein kann. Denn auch ein Schwarzes Loch von der Größe eines Atomdurchmessers ist hungrig und vertilgt täglich mehr als sein eigenes Körpergewicht. Anders als auf den Laufstegen dieser Welt, stört es sich an der dadurch bedingten Massezunahme nicht und frisst sich weit über Bedarf durch die Materie in seiner nächsten Umgebung, deren Radius stetig steigt. Wenn das CERN, kurz darauf Genf, der gleichnamige See, die Schweiz, Europa und der ganze Atlantik verschlungen sind, reißt das nunmehr erwachsene Schwarze Loch zu einem letzten ordentlichen Biss das Maul auf und die Erde ist weg. Licht aus, Ende Gelände, Feierabend.  

   Science Blog 

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Was tun Sie, wenn Sie eine Frage haben und keiner ist greifbar? Sie googeln oder sind einer der letzten Besitzer eines Brockhaus. Für die Jüngeren unter uns, das ist ein Lexikon in Buchform, ja mit richtigen Seiten und Bilder darin, aber ohne Musik. Nur gibt es zwar auf nahezu jede Frage eine Antwort, nur nicht überall. Und gerade die populärsten Fragen bleiben auf den einschlägigen Wissensseiten oft unbeantwortet, sei es die Suche nach der besten Art, eine Frau zu befriedigen oder ob Sex zu Dritt wirklich ein Drittel mehr Spaß bedeutet. Ja, da schweigen Wikipedia & Co. Nicht so Nana, die Erfinderin des Blogs auf Zuruf. Das Konzept ist einfach. Ihr stellt Nana eine beliebige Frage, sie antwortet nach bestem Wissen und Gewissen. Erwartet man nun Fragen nach der Weltformel oder der Erklärung der Relativitätstheorie in 3 Sätzen, wird man enttäuscht. Diese Antworten scheinen allgemein bekannt zu sein, denn die Zielrichtung der an Nana gestellten Fragen ist eindeutig zweideutig. „Schluckst du oder spuckst du?“ wird von Nana gern und detailverliebt beantwortet, meist bleibt danach kaum noch Zeit, sich für das Eine oder Andere zu entscheiden, die Sauerei ist bereits am Boden. Origineller ist da schon die Frage, ob Nana schon mal als lebende Tischdeko fungiert habe. Die Antwort darauf ist entbehrlich, nicht aber die Möglichkeit, Nana herauszufordern und ihr eine Frage zu stellen, die über den Langweiler nach dem Ersten Mal hinausgeht. Aktuell leidet der Blog unter einer gewissen Ideenlosigkeit der Fragenden, was für Euch die Chance ist, mal eine Frage zu stellen, bei der Ihr im wahren Leben rote Ohren bekommen würdet. Nana liebt das freizügige Spiel mit Worten und weiß ihre Leser mit wilden Geschichten heißer lesbischer Liebe oder dem ersten Mal zweier 12jähriger unter der Dusche zu erregen. Die Grenzen dieses verbalen Exhibitionismus scheinen lange noch nicht ausgereizt und wem das dennoch nicht genügt, wird auf der prickelnden Blogrollliste von Nana’s Blog viele weitere erotische Geschichten zu lesen bekommen. Taschentücher bereithalten.

Blog auf Zuruf

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Blickpunkt Spot!

September 4, 2008

München, die Kulturhauptstadt der Herzen, hat eine neue Plattform für Sprachwitz und Folklore rund um das gesprochene Wort. Humor liegt in der Luft und wird geräuschvoll vom Kantinenwirt der Versorgungsanstalt Lachhungriger abgelassen. Dr. Georg Eggers, seines Zeichens poetischer Ingenieur lässt alias Grög! nicht nur schwule Hirsche über die Bretter der Kleinkunstbühnen springen, sondern weist dem Humorsuchenden den Weg durch die vom Nachtleben gezeichneten Instanzen gehobener Fröhlichkeit. Ein Poet, dem dieses ungereimt vorkommt, bloggt doch der dichtende Leuchtturm aus dem Westend in Prosa statt D Moll. Da werden neben eschatologischen Endzeiterlebnissen in deutschen Einbauküchen, wohl schmeckende Theaterkritiken serviert, gewürzt durch Programmtipps der gut bürgerlichen Comedyküche. Als Vorspeise gibt es Wortsalat und Wahrheiten, die im Weine gelegen haben müssen. Wer das Wagnis gepflegter Unterhaltung in München eingehen möchte, sei gut beraten, sich dem dichtenden Mikrofonständerschreck in all seiner lautmalerischen Urgewalt anzuvertrauen und die empfohlenen Kulturbaracken voller Dichterfürsten und deren Hofstaat aufzusuchen. Hört man den Vortragenden ohne Publikum? Diese kleine Abwandlung eines alten ZEN Rätsels zeigt die Abhängigkeit zwischen Kultur und gutem Bier, ohne letzteres mancher Kleindarsteller nie groß geworden wäre. Drum lasst euch nachschenken und konsumiert um der Kunst willen, denn auch Künstler müssen Miete zahlen, wenn sie schon nichts zu essen haben. Die kalte Jahreszeit steht vor der Tür, mit ihr die leergefegten Fußgängerzonen voller bislang unentdeckter Talente. Diese gilt es aufzuspüren und in Orten, wie dem Vereinsheim, Substanz, im Lustspielhaus und den Kammerspielen auf die Bühne zu klatschen. Und selbst wenn der Applaus das Brot des Künstlers ist, wird sich mancher dieser kreativen Gilde gern nach erfolgter Entäußerung auf eine Wurstsemmel und ne Halbe einladen lassen. Dort an der Theke wartet dann zumeist Grög! und drückt manchem von euch noch die Flyer in die Hand, die in seinem Blog keinen Platz mehr hatten. Doch nun Vorhang auf, Licht aus und heißt ihn willkommen, den

 

Grög!-Blög

 

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drei Sterne für den Koch

September 1, 2008

bekanntlich isst das Auge mit und ohne Nase schmeckt man nichts. Weißheiten aus einer Küche, die noch ohne Eisfach und Microwelle auskommt und sich mehr um ein Verwöhnen, denn Ernähren der hungrigen Schar am Tisch kümmert. Mit Genuss essen ist in einer Zeit, wo schon der Kaffee für den eiligen Wechsel von einer UBahn zur anderen in Pflegstufe II Tassen gereicht und Fastfood um den Fastdrink ergänzt wird, fast ausgestorben. 30 Minuten Mittagspause mit anschließendem Kernzeitverstoß motivieren sowohl Kantinenköche als auch Kantinenesser zu immer zeitsparenderen Variationen, die Pampe auf den Teller und von dort in den Mund zu schaufeln. Fliegender Wechsel und geräuschvoll aufs Fließband geschmetterte Plastiktabletts ergänzen den Esskomfort und verleihen den kulinarischen Betriebsstätten deren unverwechselbares Flair. Dass es freitags im ganzen Haus nach Fisch und in der Fastenzeit nach Kohl stinkt, ist dabei kaum noch erwähnenswert. Doch es geht auch anders, so man denn will und noch Zeit für ein ausgewähltes 7 Gänge Menü zzgl. frühzeitig dekantierter Weine hat. Ein Meister seines Fachs verspricht der heutige Gourmetsblogger zu sein, zumindest im Ablichten seiner kulinarischen Köstlichkeiten, deren Fotografien bereits den Pawlowschen Reflex beim kantinenentwöhnten Betrachter wecken. Ein Schelm, der sich angesichts der beruflichen Vorbildung des virtuellen Küchenchefs als pensioniertem Chemiker Arges denkt. Doch ein Vermischen, Mahlen, Mörsern und Ergänzen um zahlreiche Ingredienzien ist der Küche ebenso vertraut wie dem Chemielabor. Bedenkt man die Ester-Produktion passen diese beiden Wissenschaften auch geruchlich zueinander. So wird mancher beim Betrachten der wohl angerichteten Speisen auf der heutigen Blogmenükarte die Qual der Wahl haben und von www.frag-mutti.de gern zu Lamiacucina wechseln. Wer nach dem Essen noch auf einen Espresso und ein paar Geschichten bleiben möchte, findet leicht bekömmliche Reisebrichte zu den Töpfen der Welt und weiß sich auch im Ausland am Buffet zu benehmen. Das zahlt sich dann ebenso an der Kantinen-Salatbar aus, solange noch immer nach Gefäß und nicht nach Stapelhöhe abgerechnet wird. Dass zusätzlich langsames Essen das Leben verlängert, ist eine weitere Weißheit, die Zeit schafft, die Rezepte des nachfolgenden Links auszuprobieren.

 

   Koch Blog

 

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