Die X Akten

August 1, 2008

Para-News: Frau fühlte sich von kleinen grünen Männchen verfolgt und lief daher bei Rot über den Fußgängerüberweg. Tod.

Wer davon nun den Beweis für die Gefahr aus dem All ableitet und sich im Kornkreis seines Gartens versteckt, hat die Rechnung ohne Nessi im Teich und den Yeti hinten in der Scheune gemacht, denn die wahre Gefahr lauert zuhause, hinter einer Glas- oder LCD Scheibe. Ja Fernsehen schadet, fast ebenso wie der ungebremste Internetkonsum, auch wenn es in beiden Fällen von der Auswahl abhängen soll. Doch hier beginnen bereits die unerklärlichen Phänomene des Alltags, die persönlichen X Akten voller Irrungen und Wirrungen und medialem Wahnsinn bei der Infoflut, die es zu beherrschen gilt, hätte man denn die Auswahl. Tatsächlich treiben uns morphogenetische Felder vor sich her, wabern durch unser Gehirn und funken auf Frequenzen, von denen wir nachts Alp träumen. Trunken ob solcher Interferenzen suchen wir nicht mehr nach Informationen, sondern werden gefunden von Sprechblasen und Comicstrips, die alle ein Ziel haben, zu verhindern, dass wir hinter die Wahrheit unserer Existenz kommen. Die Antwort auf alle Fragen unseres Hier und Jetzt, dem Woher und Wohin und Warum ist nicht 42, sondern die Summe aller Informationen, die uns vorenthalten werden. Um diese Lücke nicht zu groß werden zu lassen, brennen in schöner Regelmäßigkeit aller paar Jahrhunderte die großen Bibliotheken der Welt und leeren den Wissens-Cache der Menschheit. Deshalb bestimmt auch Grundlagenforschung und nicht Wissenszuwachs unser Weltbild und definiert, was wahr ist und was nicht sein kann, weil es nicht sein darf. Spezialisierung statt crossdisziplinäre Forschung. Auch so kann man die Welt vor grünen Männchen schützen, denn wer nicht hinschaut, kann auch nicht gesehen werden oder hält sich an die Straßenverkehrsordnung.

Paranormaler Blog

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