Grillsaison
April 22, 2008
Wo ist der Deutsche noch König? Fußball war nix, Afghanistan Sanitätsstaffel, Bildung Pisa-Trauma, Wirtschaft spricht chinesisch, Gesundheitswesen Ulla Schmidt. Totalausfall auf ganzer Linie. Es wird Nacht im Land, wenn man auf der Suche nach Rekorden ist. Aber wenn man es am wenigsten erwartet, geht meist ein Lichtlein an und das in Form eines 5 Euro teuren Tankstellengrills mit ordentlich Holzkohle und Brandbeschleuniger. Hier empfiehlt sich die feste Form, gebrochen und unter die Kohle gemengt. Flüssiger Brennstoff schmeckt komisch am Steak. Wer jetzt behauptet die Amerikaner wären die Könige des BBQ, der ist gemein und soll sich schämen. Es ist des Deutschen liebstes Ende der Wurst, an dessen anderem der Dauercamper mit Vorgarten steht. Die Holländer fahren Ihre Campinghäuser durch Europa, wir wohnen drin. Und vor jedem Kleingartensiedlungshäuschen steht er, der Grill, der Nürnberger Parteitag des kleinen Mannes. Der Riss geht quer durch die (Grill)Nation, Kohle oder Gas, Grillanzünder oder Zeitung, Nürnberger oder Thüringer. Eins jedoch eint: Bier und der Bauch zum Abstellen selbigen. Vor den Erfolg kalorienhaltiger Fettigkeit hat der Fürst der Glut und dreizackigen Fleischgabel jedoch den Schweiß gesetzt, den man in Sorge um die richtige Bratdauer verliert. Hier empfehle ich den heutigen Fachblog, der bereits im Dezember begann, uns den Mund für die begonnene Grillsaison wässrig zu schreiben und so ziemlich alles verrät, was Otto Normalgriller zum König der Bratwurst macht.
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