Hausmeister Blog
April 3, 2008
Wer die Serie „scrubs“ kennt und liebt, hat in aller Regel einen Favoriten, den Hausmeister. Raue Schale, duller Kern und immer ein Auge für den Fleck an der Wand. Ein bisschen James Bond, ein bisschen Erich Mielke (für die ab 1989 Geborenen: Ex Stasi Chef der DDR), allzeit bereit mit Wischmob und Laubbläser im Kampf für die Ordnung in der Welt, einer der die Mülltrennung zum Staatsakt macht und jedem ungefragt beibringt, wo es im Leben (eines Hausmeisters) langgeht. Wären da nicht die vielen kleinen Probleme und Sorgen der Wohnenden, wäre ein Dasein ohne wohngemeinschaftlich finanzierten Dobermann und Aushilfsengel ein segensreiches. Doch zu dessen Glück leckt mal hier die Heizung oder ist mal dort der Ableser selbiger einzulassen, bereiten sich Wasserflecke an Nachbars Decke aus und parken schon wieder Touristen in der gemeinschaftseigenen Wohntiefgarage. Wen wundert es, dass ein solch bewegtes Leben voller Verantwortung, Undank, Frust und militärischer Geradlinigkeit gebloggt werden will, rare Tipps aus der Magierwerkstatt des Besenmanns und Sensenschwingers, wenn das Gras hinterm Haus mal wieder zu hoch steht. Außer Samstag ab 12 Uhr mittags, da wird der Rasenmäher angeworfen und exakt bis 15 Uhr gemäht. Vom Ungezieferbefall bis hin zu lebensbedrohlichen Geräuschen in der Heizungsanlage, von Auszugsanekdoten über eine seltene Rubrik (Hausmeister)-Humor hin zu Tipps im Bereich Gas, Wasser, Scheiße finden sich in der heutigen Blograrität zahllose und unvergessliche Geschichten aus dem Leben eines Hausmeisters mit Verwaltungsaufgaben.
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